Allgemeinchirurgie
- Phimose
- Leistenhoden (Hodenhochstand)
- Nabelbruch
- Wasserbrüche (Hydrozelen)
- Leistenbruch
- Narbenbruch
- Gutartige Geschwülste der Brust
- Lymphknotenprobeentnahme
- Erkrankungen im Afterbereich
- Krampfadern (Varizen, Varikosis)
- Fettgewebsgeschwülste (Lipome)
Phimose
Eine Vorhautverengung liegt vor, wenn sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückstreifen läßt. Sie ist meist angeboren, kann aber auch durch Vorhautentzündungen und deren narbige Ausheilung entstehen. Sie sollte bei den Jungen spätestens im Vorschulalter beseitigt werden. Bei Kindern liegt meist ein angeborener, direkter Leistenbruch vor.
Leistenhoden(Hodenhochstand)
In der Embryonalentwicklung wandern die Hoden, die ihren Ursprung in der Nierengegend haben, an der hinteren Bauchwand nach unten, verlassen durch den Leistenkanal die Bauchhöhle und erreichen schließlich den Hodensack. Dabei nehmen sie ihre Blutgefäßversorgung mit, d.h. die Hodenarterie kommt auch beim Erwachsenen aus der Nierenarterie. Verläuft diese Entwicklung unvollständig, bleibt der Hoden vor seiner endgültigen Position, z.B. im Leistenkanal, liegen. Dort kann sich der Hoden jedoch in der Kindheit nicht voll entwickeln, d.h. nicht geschlechtsreif werden. Auch ist das Hodenkrebsrisiko erhöht. Eine Operation ist also angeraten möglichst im Vorschulalter.
Nabelbruch
Durch das Hindurchtreten der Nabelschnur durch die Bauchwand befindet sich im Nabelbereich eine Schwachstelle derselben. An dieser Stelle kann der Bauchinhalt hervortreten, was sich durch eine Vorwölbung zeigt. Häufig ist der Nabelbruch im Kindesalter angeboren.
Wasserbrüche (Hydrozelen)
Die Hydrozele ist eine Flüssigkeitsansammlung im Hodenbereich.
Leistenbruch
In der unteren Bauchwand findet sich oberhalb des Leistenbandes der Leistenkanal, ein Gang, der von innen nach außen schräg durch die Bauchmuskulatur führt und beim Mann die Samenstranggebilde enthält. Durch diese "schwache Stelle" in der vorderen Bauchwand können Eingeweide hervortreten. Sie treten dann durch eine Bruchpforte und befinden sich in einem Bruchsack.
Der Leistenbruch zeichnet sich durch eine Schmerzhaftigkeit in der Leiste aus, diese befindet sich meist im mittleren Anteil. Nach einiger Zeit ist eine Vorwölbung tastbar, die den hervortretenden Bruchsack zeigt. Ist diese nicht zurückdrückbar, spricht man von einem eingeklemmten Bruch, der schnellster chirurgischer Therapie bedarf (Operation innerhalb von 6 Stunden !).
Bei Kindern liegt meist ein angeborener, direkter Leistenbruch vor.
Narbenbruch
Dieser entsteht nach größeren Operationen im Bauchbereich, nach denen die Bauchmuskulatur nicht vollständig geheilt ist und somit im Narbenbereich die o.g. Schwachstelle auftritt. Diese Brüche können mitunter monströse Formen (Kindskopfgröße) annehmen.
Gutartige Geschwülste der Brust
Die weibliche Brust kann Knoten ausbilden, die stets einer Diagnostik und Kontrolle bedürfen. Sollte hier kein eindeutiger Befund gewonnen werden, der die Gutartigkeit des Prozesses belegt, ist eine (Probe-)Entnahme des Knotens zur feingeweblichen Untersuchung nötig. Auch bei Männern ist dieses Vorkommen möglich.
Lymphknotenprobeentnahme
Bei länger dauernden Lymphknotenschwellungen (meist Hals oder Leistenregion), die nicht durch klinische und/oder Blutuntersuchung abgeklärt werden können, sollte ein Lymphknoten entnommen und feingeweblich untersucht werden.
Erkrankungen im Afterbereich
Analfissuren
Durch eine Enge des Schließmuskels bzw. seine ungenügende Dehnfähigkeit (Sphinktersklerose) kommt es beim Hindurchtreten des Stuhlganges zu schmerzhaften Einrissen der Schleimhaut, die nur sehr zögerlich abheilen und somit chronisch werden können.
Analfisteln, Perianalabszesse
Ausgehend von Entzündungen von Schleimhautdrüsen oberhalb des Analkanals können sich Gänge (Fisteln) ausbilden, die ihren Weg an die Körperoberfläche suchen und diese im Gebiet des Afters erreichen. Dort kann sich ein Abszeß (schmerzhafte Eiteransammlung) ausbilden, der fast immer das erste Symptom darstellt.
Hämorrhoiden
Die Schwellkörper im Afterkanal, die maßgeblich zum sicheren Halten von Flüssigkeit und Luft beitragen, können sich erheblich vergrößern. Dabei können sie bluten oder bei erheblicher Größe auch aus dem After hervorfallen. Hämorrhoiden sind stets im Afterkanal (=innere Hämorrhoiden) und rufen in der Regel keine Schmerzen hervor, aber störendes Jucken, Undichtigkeit für Stuhl und Winde.
Perianalthrombosen
Diese Erkrankung wird häufig fälschlicherweise als "Äußere Hämorrhoiden" bezeichnet. Hierbei kommt es zu Blugerinnselbildungen im Analbereich, die sehr schmerzhaft sind.
Krampfadern (Varizen, Varikosis)
Dieses Krankheitsbild ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann neben Schmerzen ("Krämpfen") zu ernsthaften Schäden von Hauterscheinungen bis zu schlecht heilenden Geschwüren des Unterschenkels führen.
Neben einer nach entsprechender sorgfältiger Untersuchung möglichen Verödungstherapie und Kompressionsstrumpfbehandlung bietet sich letztendlich die operative Behandlung, die in der Freilegung der Venen in der Leiste und am Innenknöchel und zusätzlichen Minischnitten im Venenverlauf besteht .
Fettgewebsgeschwülste (Lipome)
Eine harmlose Veränderung der Unterhaut als Knoten, die gelegentlich an verschiedenen Körperstellen vorkommen und erhebliche Größe erreichen.